Synopsis
Der Film erzählt – frei nach Jörg Steiners «DER KOLLEGE» – die Geschichte des arbeitslosen MAX PLÜSS. Dieser ist vor über 45 Jahren nach Biel an den Jurasüdfuss gezogen. Heute erfährt Plüss, dass er «ausgesteuert» ist und Sozialhilfe zu beantragen hat. Dies überrascht ihn zwar, vermag ihn aber – trotz Winter, Kälte und Hochnebel – nicht zu deprimieren.
Plüss ist ein Stiller, darauf bedacht, in der Geschäftigkeit der Stadt nicht aufzufallen. Das macht ihn zum präzisen Beobachter von Geschehnissen, die dem flüchtigen Auge nicht auffallen. Plüss liebt zwei Dinge über alles: Seine Minox, die ihn ständig begleitet und Robert Walser, der ihm gerade in den Sinn kommt, als er «ausgesteuert» auf dem Zentralplatz steht.
Plüss’ Alter Ego, sein Kollege, hingegen sucht die Exposition. Andauernd kommentiert er die Welt und vermiest solcherart Plüss, sarkastisch oder gar zynisch, die Stimmung. Im Gegensatz zu Plüss vermochte dieser die Arbeitslosigkeit nicht zu ertragen und ertränkte sich im See. Seither taucht er ungefragt aus Plüss’ Unterbewusstsein auf und mischt sich in dessen Leben ein.